25.01.2010 - Entfernung silberhaltiger Wundverbände vor MRT-Untersuchung?
Silberhaltige Wundverbände müssen vor einer klinischen magnetresonanztomographischen Untersuchung offenbar nicht abgenommen werden. Der Silberanteil in den Verbänden führt zu keiner signifikanten Zunahme der Verbandstemperatur und zu keiner Bildverzerrung. Hiervon berichten Wissenschaftler des Ohio State University Burn Center, Department of Surgery and OSU College of Medicine, Doan, Columbus, USA, aufgrund von Ergebnissen einer kürzlich in der Zeitschrift "Burns" veröffentlichten Studie. Die Forscher ermittelten die Auswirkungen einer MRT-Untersuchung in einem 7T-Tomograhpen auf die mit drei verschiedenen gängigen silberhaltigen Wundverbänden umwickelten hinteren Gliedmaßen von zuvor eingeschläferten Schweinen. Dabei wurden sowohl Aufnahmen mit trockenen als auch mit nassen Verbänden angefertigt. Vor und während der MRT-Untersuchung wurde die Temperatur zwischen dem Verband und der Haut der Untersuchungsproben gemessen. Die MRT-Aufnahmen wurden außerdem von einem Radiologen und einen MR-Physiker hinsichtlich eventuell vorhandener Bildverzerrungen ausgewertet. Es zeigte sich, dass keiner der silberhaltigen Wundverbände infolge der MRT-Untersuchung eine signifikante Temperaturerhöhung der Haut bewirkt hatte. Auch die Bildqualität wurde durch das Silber in den Verbänden nicht wesentlich beeinträchtigt. Den Forschern nach zeigen diese Studienergebnisse, dass es nicht notwendig ist, silberhaltige Wundverbände vor einer MRT-Untersuchung zu entfernen, so die Wissenschaftler. Dies sei nämlich mit einer Zunahme an Schmerzen, Angst, Stress und Analgetikaverbrauch bei den betreffenden Patienten assoziiert.

Abstract aus Burns 2009, Vol. 35(8): 1080-5

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